It´s GUINNESS TIME

Ein Literaturkanon

Lesen bildet und vor allem unterhält es ungemein! Literatur ist eine hoch emotionale Angelegenheit, die dir Lebensentwürfe präsentiert, die du mit deinem eigenen vergleichst.

Im Folgenden mein Literaturkanon mit Anmerkungen, die dir das jeweilige Buch schmackhaft machen sollen. Der Übersichtlichkeit halber habe ich sie nach Aspekten und sogar alphabetisch geordnet!



A wie Alltag

Paul Watzlawick "Anleitung zum Unglücklichsein"

Das Buch, das dem Leser eine Hilfe dazu bietet, sich den Alltag schier unerträglich zu machen. Satire pur. Wohl eindeutig die Vorlage für Illies "Anleitung zum Unschuldigsein".

B wie "Big brother is watching you."

George Orwell "1984"

Der beklemmende Klassiker über den totalitären Staat, in dem der große Bruder jeden sieht und die Bewohner auf den sogenannten Hasswochen ihre Aggressionen abreagieren.

F wie Fanstasy

J.R.R. Tolkien "Der Herr der Ringe"

Der wunderbare Fanstasyklassiker um den Hobbit Frodo Beutlin, der den einen Ring vernichten muss.

F wie Fremde

Tahar Ben Jelloum "Papa, was ist ein Fremder?"

Das Buch, das in Frankreich schon bald Schulpflichtlektüre wurde! Der Autor spricht mit seiner kleinen Tochter über Fremde, Rassismus, Kolonialismus und andere Formen der Diskriminierung. Rassist wird man nicht durch Geburt, aber jeder kann einer werden.

G wie Gewissen, schlechtes:

Florian Illies "Anleitung zum Unschuldigsein".

In obersarkastischer Weise wird dem Leser gezeigt, wie schnell man doch bei jeder Gelegenheit ein schlechtes Gewissen bekommen kann! Mit vielen Übungen. "Höchst, höchst spaßhaft!", würde Herr Kesselmeyer aus den Buddenbrooks sagen!

G wie Gruseln

Edgar Allan Poe "Unheimliche Geschichten"

Hier schlägt das Herz eines jeden Gruselliebhabers höher! Es ist nicht der plumpe Horror wie bei üblen Schockern, sondern das "thrilling moment", das Schaudern an sich, wenn man diese Geschichten liest. Besonders "Der Untergang des Hauses Usher" fesselt durch die beklemmende Atmosphäre. Das zentrale Thema dieses großen Autors ist nichts anderes als der menschliche WAHNSINN!!!!!!!! ha!ha!ha!

H wie Herz

Antoine de Saint-Exupéry "Der kleine Prinz"

Das wundervolle Buch um den kleinen Prinzen, der eine stolze und selbstsüchtige Rose liebt und aus Enttäuschung über sie verschiedene Planeten bereist, die ihn zutiefst verwundern. "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

J wie Jagd auf einen Bären

Heinrich Heine "Atta Troll. Ein Sommernachtstraum"

Das lyrische ich geht in diesem Versepos in den Pyrenäen auf Jagd nach dem Bären Atta Troll. Hier wird der Leser in die Welt der Schauerromantik mit Hexen und Fabelwesen entführt und hat nebenbei auch noch viiieeel zu lachen! Das unschlagbare Lästermaul Heine sorgt mit den zum Schreien komischen Episoden für einen literarischen Hochgenuss! Unter den aufgeführten Gedichten findet Ihr als Kostprobe den Auszug mit dem in einen Mops verwandelten Dichter aus Atta Troll.

K wie Kinderbuch

Erich Kästner "Die Konferenz der Tiere"

"Eines schönen Tages wurde es den Tieren zu dumm." So beginnt dieses wundervolle Kinderbuch für Groß und Klein. Unter dem Motto "Es geht um die Kinder" berufen die Tiere eine Konferenz ein. Sie wollen die Menschen dazu bringen, endlich mit dem Krieg Schluss zu machen. Die Idee der Tiere ist famos, soll hier aber nicht verraten werden. Ein leider hochaktuelles Thema!

L wie Liebe

Erich Fromm "Die Kunst des Liebens"

DER Klassiker über die Liebe. Liebe ist nichts rein Zufälliges, sondern jeder kann es lernen, zu lieben.





L wie Lübeck

Thomas Mann "Buddenbrooks. Verfall einer Familie"

Der Roman über den stetigen Verfall einer angesehenen Lübecker Kaufmannsfamilie, für den Thomas Mann 1929 den Literaturnobelpreis erhielt. DER Lübeckroman schlechthin, den man gar nicht wieder aus der Hand legen kann, weil man wissen will, wie es weitergeht. Übrigens kann der Leser noch heute auf einem Literarischen Spaziergang mit dem Roman in der Hand fast alle Stationen in Lübeck erkunden, die so eindrucksvoll beschrieben sind.

P wie Philosophie

Jostein Gaarder: "Sofies Welt"

DER Roman über die Geschichte der Philosophie, den man nicht wieder aus der Hand legen kann.

R wie Reisen

Jules Verne "In 80 Tagen um die Welt"

DER Reiseroman schlechthin: Im Jahre 1872 wettet der spleenige Brite Phileas Fogg, in 80 Tagen die gesamte Erde zu umreisen. Dabei erlebt er so manches Abenteuer und findet die Frau fürs Leben.





T wie Träumen

Sergio Bambaren "Der träumende Delphin"

Daniel Alexander Delphin erkennt, dass es wichtig ist, seine Träume zu verwirklichen, egal wie diese aussehen. Er sucht die große Welle, auf der er reiten will. Ein wahrhaft traumhaftes Büchlein mit wunderbaren Aquarell-Illustrationen.

U wie unglückliche Liebe

Johann Wolfgang von Goethe "Die Leiden des jungen Werther"

"Werther" ist ohne Zweifel der wohl berühmteste (Brief-)roman der Weltliteratur zum Thema Liebeskummer. Der junge, aber unproduktive Dichter Werther verliebt sich unsterblich in die hinreißende Lotte. Aber sie ist bereits vergeben. Als es auch mich hart erwischte, habe ich ihn nach Jahren noch einmal gelesen - und verstand.

V wie Vampire

Bram Stoker "Dracula"

Der Vampirklassiker in Tagebuchform um den Blutsauger aus Transsylvanien, den es ins graue England verschlägt. Ein literarischer Hochgenuss, dessen verschlüsselte Sexualität im prüden viktorianischen England ein Riesenerfolg werden musste.

W wie Weltreligionen

Catherine Clement "Theos Reise"

Der sterbenskranke 14jährige Theo bekommt von seiner resoluten Tante Marthe eine Weltreise zu den Stätten der Weltreligionen geschenkt. Ein wundervolles Buch, das lehrreich und zugleich spannend ist. Erinnert ein wenig an Gaarders Sofies Welt.

7.10.06 01:00

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